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Wer sich für das Fechten interessiert, hat zunächst eine Menge Fragen
auf dem Herzen. Die häufigsten Fragen möchten wir hier beantworten:
Was muss ich tun um anzufangen?
Wer Interesse am Ausprobieren hat, schreibt uns einfach eine E-Mail, oder aber greift
zum guten alten Telefon. Ansprechpartner findet Ihr bei Kontakt oder im Impressum.
Wir machen einen Termin aus – und schon geht´s los. Besonders freuen wir uns
über Gruppen, die uns anrufen – vielleicht aus der Firma, der Schule oder dem
Freundeskreis. So macht es am meisten Spaß!
Ist Fechten gefährlich oder tut es weh?
Fechten ist etwa so gefährlich wie Tennis; so starke
Blessuren wie z.B. beim Fu§ball sind durch die Schutzkleidung kaum
möglich. Sicherlich hat man mal einen blauen Fleck – aber in
welcher Sportart, außer beim Schach, gibt es das nicht? Die
Waffen sind Sportgeräte: Die Klinge ist stumpf und hat keine
Spitze. Das Ziel
ist es, den Gegner zu treffen, aber nicht zu verletzen. Der Schutzanzug
ist zertifiziert und aus hochwertigem Material, so dass die Waffen
nicht durchkommen. Eine ebenfalls zertifizierte Maske (Fechter sagen
"Maske" nicht "Helm") schützt
unser Gesicht.
Bin ich noch zu jung zum Fechten?
Beim Fechtklub können Mädchen und Jungen ab einem Alter von 6
Jahren trainieren. Es gibt Fechter, die mit 14 begonnen haben und es
noch zu nationalem Erfolg gebracht haben und es gibt Erwachsene, die
schon nach weniger Zeit das Mittelfeld der Landesrangliste
schmücken können. Generell gilt: Besser heute als morgen -
und bei Leistungssportlern liegt das Einstiegsalter bei 6-8 Jahren.
Bin ich schon zu alt zum Fechten?
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr... das stimmt nur bedingt!
Natürlich stehen die Chancen für eine Olympiateilnahme schlecht, wenn man
erst mit Mitte 40 das Fechten lernt. Je jünger man anfängt, desto einfacher
geht´s von der Hand. Aber: "Fechten ist einfach!", lernen kann es
jeder bei uns, egal wie alt oder jung. Der Erfolg hängt vom Talent, vom Training
und dem Ehrgeiz ab, aber der Spaß ist immer da, egal ob als Hobbyfechter oder
auf Turnieren.
Ist die Ausrüstung teuer?
Wer sich noch nicht sicher ist, ob er beim Fechten bleibt, braucht sich keine
Ausrüstung zu kaufen – für das Probetraining und auch die Zeit danach stellen
wir kostenlos eine Ausrüstung. Wenn der Funke überspringt und die Begeisterung
für das Fechten geweckt ist, dann will jeder Fechter auch seine eigene Ausrüstung
haben. Viele besorgen sich ihre Sachen gebraucht und Eltern kaufen für ihre
Kinder die Sachen "auf Zuwachs", so kann man Geld sparen. Eine Ausrüstung
hält wirklich lange - ich selbst habe mit 14 Jahren die erste (und günstigste!)
Ausrüstung bekommen, nach 6 Jahren brauchte ich eine neue Maske und erst nach
10 Jahren brauchte ich eine neue Weste und Hose (die alte Ausrüstung funktioniert
noch immer und wird von Anfängern genutzt).
Die Ausrüstung hat natürlich ihren Preis, aber sie ist nicht viel teurer
als eine komplette hochwertige ?Tennisausrüstung. Und wie schon gesagt: Solange
nicht der Wunsch nach einer eigenen Ausrüstung besteht, stellt der Verein kostenlos
eine zur Verfügung.
Welche Waffe ist für mich
die Richtige?
Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Zumeist entscheidet es sich
im Laufe der Zeit. Vielleicht findet man die Gegner einer Waffe einfach sympathischer
oder man sucht neue Herausforderungen (bzw. Herausforderer). Begonnen wird in der
Regel mit dem Florett, einer sehr eleganten Waffe. Für die Kleinsten
gibt´s sogar ein Miniflorett. Florettfechten macht Spaß, sieht toll aus
und ist eine gute Grundlage für die anderen Waffen. Wer möchte, kann natürlich
auch mit dem Degen beginnen oder weitermachen, der taktischsten Disziplin
unseres Sports. Kinder sollten allerdings nicht mit dem Degen anfangen, da er im
Vergleich zum Florett ziemlich schwer wiegt. Eine neue Ausrüstung muß
man sich beim Wechsel vom Florett bis auf ein Körperkabel (und natürlich
die Waffe) nicht besorgen. Anders sieht´s da schon beim Säbel aus,
der dynamischsten Waffe. Die elektronische Trefferanzeige basiert auf einem
ganz anderen Prinzip, deshalb muß bei einem Umstieg einiges neu beschafft werden.
Eine neue E-Weste und auch eine E-Maske (nicht etwa "Helm"!) muß
man haben. Das kostet natürlich Geld – aber bereut hat es noch niemand. Säbelfechten
stellt hohe Ansprüche an Athletik, Bewegungskoordination und Reaktionsschnelligkeit.
Am Besten steigt man entweder vom Florett um, oder man startet gleich am Anfang mit
dem Säbel durch.
Muss ich Turniere besuchen?
Wer jede Woche trainiert, will sich vielleicht mit anderen, neuen Gegnern
messen.
Es gibt Turnier auf Landesebene, auf der man Punkte für die niedersächsische
Landesliste sammeln kann. Für die Dt. Meisterschaften qualifizieren sich
der Sieger der Landesmeisterschaft und die Besten der Landesrangliste. Dort und bei
sogenannten "Qu-B-Turnieren" kann man dann Punkte sammeln für die
Dt. Rangliste.
Ob man auf ein Turnier fahren möchte, entscheidet jeder für sich selbst.
Der Sportwart wählt passende Turniere aus und fragt, ob Interesse an einer Teilnahme
besteht. Hier sind ggf. die Überredungskünste der Eltern gefragt: Nach
unseren Erfahrungen haben Kinder eine anfängliche Scheu vor Turnieren, die jedoch
schnell verfliegt. Nach einigen Turnieren erlangt man eine Urkunde, dann irgendwann
eine Medaille usw. – das stärkt sowohl das Selbstbewußtsein als auch die
Freude und Motivation am Sport!
Wer absolut nicht will, muß natürlich nicht auf Turniere fahren, verpasst
aber auch ´ne Menge...
Wie läuft ein Turnier ab?
Zumeist fährt ein Betreuer oder die Eltern im Auto zum Turnierort –
wenn nötig, wird für Unterkünfte durch den Sportwart oder die Fechter
selbst gesorgt. Startgelder, Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten werden vom
Verein übernommen bzw. bezuschußt. Manche Eltern bilden Fahrgemeinschaften,
wenn sie dabei sein möchten. Beim Turnier wird in Vorrunden (5 oder 6 Fechter;
jeder gegen jeden auf 5 Treffer) entschieden, wer am K.O.-Sytem teilnimmt. Wer´s
schafft, muß sich gegen die anderen Gegner auf 15 Treffer durchsetzen. Ein
Sieg führt in die nächste Runde – eine Niederlage dann zumeist in die Duschräume
und zu mehr Erfahrung. Am Ende steht das Finalgefecht, das über den Sieger des
Turniers entscheidet. Je nach Größe des Turniers gibt es Geld- oder Sachpreise
für die besten 8, eine Urkunde, vielleicht auch eine Medaille oder einen ?Pokal,
manchmal auch Präsente für jeden Teilnehmer. Wer sein erstes Turnier besucht,
bekommt vom Verein eine Sammelmappe für die Urkunden geschenkt. Einen Schrank
oder ein Regal für die Pokale muß sich jeder zuhause selbst besorgen...
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