Der Fechtsport - Fechten als Denksport

Fechten als Denksport

Taktik und Strategie machen das Fechten auch zum "Denksport". Was Fechten als Sportart kennzeichnet, ist, daß sich die Fechter beobachten, Unachtsamkeiten des Gegners nutzen oder günstige Situationen schaffen, um einen Treffer zu setzen. Sie versuchen, die Stärken, Schwächen und Absichten des Gegners zu erkennen, die eigenen zu tarnen und den Gegner durch Scheinhandlungen und Finten zu überlisten.

Der Abstand zum Gegner ("Mensur") muß für eigene Angriffe nah genug und für die Verteidigung weit genug sein.

Die Körperhaltung muss; so wenig wie möglich Trefffläche bieten, aber den Gegner auch mal dazu verleiten, einen Angriff zu starten, den man dann (hoffentlich) richtig vorausgesehen hat und durch Abwehr und Gegenangriff
zum eigenen Punktvorteil nutzt.

Attacke und Defensive müssen in ständigem Wechselspiel geschehen, ebenso Agieren und Reagieren. Die eigene Taktik kann nur Idee, nicht aber Plan sein - zu vielfältig sind die möglichen Reaktionen des Gegners. Die Sportler müssen sowohl körperliche als auch geistige Reflexe trainieren.

Der Mitfechter ist zugleich Partner und sportlicher Gegner. Nicht zuletzt der respektvolle und faire Umgang der Fechter miteinander, das Gegeneinander und das Miteinander, als Einzelner oder in der Mannschaft, bilden auch charakterlich positive Eigenschaften und soziale Kompetenz heraus.